Teil 4: Der Blick nach vorn Quo vadis Naturheilkunde?

Teil 4: Der Blick nach vorn Quo vadis Naturheilkunde?

Naturheilpraxis Kuester Naturheilkunde

17.07.2020 – In einer Serie von Artikeln werde ich versuchen, dieser Frage auf den Grund zu gehen.

Einleitung

Die Fragestellung aus Kapitel 3 war:

„Kann der ganzheitliche Gesundheitssektor in Zukunft die Rolle einer Lokomotive für Wachstum und Beschäftigung übernehmen?“ und „Kann das mit unserem derzeitigen Gesundheitswesen funktionieren?“


Ganzheitliche Gesundheit die Wachstumslokomotive des 21. Jahrhunderts.

Das derzeitige Gesundheitswesen kann, in seiner heutigen Ausrichtung sicher noch kein Träger des sechsten Kondratieffs sein. Es ist mit zu vielen internen Problemen und Einschränkungen belastet: Starke Partikularinteressen, unzureichendes Gesundheitsverständnis, zu viel Bürokratie, zu viele frustrierte Leistungserbringer, zu viel Verschwendung von Ressourcen, zu wenig Aufklärung und Prävention. 

Das derzeitige Gesundheitswesen ist in Wirklichkeit ein Krankheitswesen, da ca. 98 Prozent der Finanzmittel dafür verwendet werden, Krankheiten zu erforschen, zu diagnostizieren, zu behandeln und zu verwalten. Behandelt werden vor allem Krankheitssymptome, weniger die Krankheitsursachen. 

Krankheiten wird es wohl immer geben, ein leistungsfähiges Krankheitswesen ist und bleibt auch in Zukunft unverzichtbar. 

Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist die einseitige Ausrichtung auf Krankheiten für die Gesellschaft teuer, schädlich und nicht mehr zeitgemäß, wie wir in der momentanen Corona Virus ausgelösten Situation äußerst schmerzlich erfahren müssen. 


Notwendiger Blickwechsel

In Zukunft kommt es darauf an, die Rahmenbedingungen so zu verändern, dass nicht mehr die Krankheit, wie wir es per politischem Dekret Ende der 1970ger geschaffen haben, sondern die Gesundheit, im Vordergrund steht. Denn die Zahl der Erkrankungen nimmt seit Jahrzehnten ständig zu und wird bei der derzeitigen Ausrichtung des Gesundheitswesens in Zukunft weiter anwachsen. An dieser Stelle spielt die Naturheilkunde die Schlüsselrolle, da sie bereits alle Fassetten dieses Metiers beherrscht. Wir müssen sie nur wertfrei und unvoreingenommen benutzen.

Jeder vierte Jugendliche in Europa leidet unter Allergien, in zehn Jahren soll es jeder zweite sein. Alle sieben Jahre verdoppelt sich in Deutschland die Zahl der Erkrankungen an Hautkrebs, auch die Zahl der Diabetiker soll sich in den nächsten zehn Jahren verdoppeln. Jeder dritte Deutsche über 40 leidet an verstopften Blutgefäßen, jeder zehnte Deutsche fühlt sich ausgebrannt. Die Zahl der Krebsneuerkrankungen nimmt in Deutschland seit vielen Jahren stetig zu und steigt stetig weiter.

Den drohenden neuen Kosten im Gesundheitswesen kann nicht immer nur mit einem Ausbau des kurativen Therapieangebotes wirksam begegnet werden. Krankheit und Gesundheit sind Systemeigenschaften, die vom ganzen Menschen und seiner natürlichen und sozialen Umgebung abhängig sind. Auf diese ganzheitliche Sicht – körperlich, seelisch, geistig, sozial, ökologisch und spirituell – kommt es in Zukunft an. Denn die entwickelten Gesellschaften sind in eine Phase eingetreten, in der mehr und mehr Menschen bereit und finanziell auch in der Lage sind, für ganzheitliche Gesundheit im Sinne der Vorbeugung zu zahlen. Auch und gerade weil im Gesundheit wichtig und sein wichtigstes Kapital sind.

In der Fortentwicklung des Gesundheitswesens schlummern die größten Produktivitäts- und Wachstumsreserven. Um diese Transformation zu verwirklichen werden aber nicht nur neue Konzepte, Strategien, Institutionen und Angebote benötigt, die den ganzen Menschen und seine Potentiale ernst nehmen. Die Transformation kann nur sozialverträglich gelingen, wenn die bisherigen Leistungserbringer des Gesundheitswesens den sechsten Kondratieffzyklus nicht als Bedrohung, sondern als Chance begreifen und eine führende Rolle bei seiner Gestaltung übernehmen. 

Der sechste Kondratieff hat schon begonnen. 


Aber die Haupt- und Nebenrollen sind noch nicht vergeben.

Die Unternehmen, Regionen, Bundesländer und Volkswirtschaften, die sich am besten auf den neuen Langzyklus ausrichten, werden im 21. Jahrhundert zu den Gewinnern gehören.

Die betriebswirtschaftliche Kostengrenze, die im 6. Kondratieff überwunden werden muss, ist zum jetzigen Zeitpunkt überall dort zu finden, wo Körper, Geist und Seele des Menschen und die Symbiose mit Mutter Erde/ der Natur geschwächt und aus dem Gleichgewicht gebracht wurde. Daher ist die globale Zerstörung der Symbiose in der Natur und an der Erde, die wir zur Zeit erleben, auch ein sehr reales Hindernis für das wirtschaftliche Wachstum,  bereits in naher Zukunft werden ganzheitlich regulatorische Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Erde/Natur und zur Überwindung von chronischen Krankheiten und Schäden einen Schwerpunkt des gesellschaftlichen Wandels bilden. 

Blicken wir also nach vorn und versuchen die bestehenden Hindernisse zu überwinden für und in unsere Zukunft und in eine neue Zeit.

Und mitten drin die Naturheilkunde, die sich behaupten, positionieren und ihrer Führungsrolle bewusstwerden muss.

Was nun sollte ausgerechnet die Naturheilkunde befähigen, nicht nur zu überleben, sondern auch noch eine Führungsrolle im 6. Kondratieffzyklus übernehmen?

Mit dieser Frage wird sich Kapitel 5 beschäftigen. Diesen können sie in ca. 2 Wochen auf unserer Homepage lesen. Senden sie uns einfach ihre E-Mailadresse, dann informieren wir sie gern über das Erscheinungsdatum.

Fortsetzung folgt….

Gerhard Küster, HP

Eberle-Kögl-Str. 14

87616 Marktoberdorf

www.naturheilpraxis-kuester.de

kontakt@naturheilpraxis-kuester.de

Quellen:

*1; Kondratieff.net

*2; Artikel Sanum Post Dr. Dr. Peter Schneider  Frühjahr 2009

*3; Vortrag „GAJA“ Gerhard Küster 7.2009