Teil 2: Der Blick nach vorn Quo vadis Naturheilkunde?

Teil 2: Der Blick nach vorn Quo vadis Naturheilkunde?

Naturheilpraxis Kuester Naturheilkunde

14.06.2020 – In einer Serie von Artikeln werde ich versuchen, dieser Frage auf den Grund zu gehen.

Die Person

Mein Name ist Hans Gerhard Küster, geboren bin ich 1957, also ein Nachkriegskind. Verheiratet mit Ehefrau Anne-Eva, gemeinsam haben wir drei erwachsene Kinder.

Aufgewachsen bin ich mit 4 Geschwistern in bescheidenen, aber gesicherten Verhältnissen. 

Da wir zum Zeitpunkt meiner Geburt in NRW wohnten bin ich dort groß geworden, erst später, nach der Trennung der Eltern, ging es wieder in das heimische Bad Wörishofen. Die Wiege der Kneippkur, vermutlich ein Grund für das, was später aus mir wurde.

Nach dem Fachabitur, Fachrichtung Elektrotechnik, 1976, ging es erst mal zur Bundeswehr. 15 Monate Wehrdienst war zu dieser Zeit noch Pflicht.

Im Oktober 1977 begann ich an der Fachhochschule ein Maschinenbaustudium. Das aber war wohl mehr der Wunsch meines Bergbauingenieur Großvaters, als der Meine. Uns so war schon nach 2 Monaten klar: „Das wird nix.“


Der Wechsel im Lebenslauf

Mit Hilfe zweier Onkel, die beide in der Medizin tätig waren, fand ich schon im 2. Versuch meine wahre Berufung. Ich wurde Kneipp Bademeister, lernte Wickel, Bäder und Güsse und den Umgang mit Hilfe suchenden Menschen.

Ohne Übergang schloss sich die Ausbildung an der Sebastian-Kneipp-Schule Bad Wörishofen zum Masseur und medizinischen Bademeister an. Mit dem Ende der Praktika, wiederum Ausbildung, diesmal zum Heilpraktiker an der Walter-Knäpper-Fachschule Bochum. Zweieinhalb Jahre waren geplant in NRW, Zwei mussten genügen. Mit dem Ende meines Praktikums als Masseur hatte ich meine Frau Anne Eva kennengelernt und wir erwarteten unser erstes Kind. Also war Eile geboten mit der Ausbilderei und so meldete ich mich, im November 1982 an meinem Wohnort im Landkreis Mindelheim, damals noch möglich, zur Heilpraktiker Prüfung an. Am 17.Januar 1983 erging die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung, so der offizielle Wortlaut, an mich und der Auftrag, meiner Schulleiterin beizubringen, dass ich schon geprüfter HP war. 

Sie war nicht amüsiert, verstand aber meine Situation.

Zurück in Bayern und eine mäßig bezahlte Assistenzzeit weiter, das zweite Kind war unterwegs, blieb nur die Selbstständigkeit.

Am 01.Januar 1984 eröffneten meine Frau und ich in Marktoberdorf unsere Naturheilpraxis, die bis heute, nur an einem anderen Standort in Marktoberdorf bestand hat.

Kind Nummer zwei war geboren, der Praxisaufbau lief mit ganz viel Einsatz recht ordentlich.

Mein Engagement beschränkte sich mehr oder weniger auf Familie, Praxis und Patienten, Vorträge und Weiterbildung.


Bewusstseinsbildung

1989 Kind Nummer drei wurde geboren und mit dem Einzug der großen Beiden in Kindergarten und Schule begann eine neue Ära der Bewusstseinsbildung bei mir. Ehrenämter, zwar hatte ich schon mit dem Sportverein so einige davon angefangen, Betreuer, sportlich und medizinisch, Spieler bei Bedarf, Trainer von diversen Jugendmannschaften bis zum Jugendleiter. 

Jetzt kamen die diversen Elternbeiräte von Kindergarten und Schule, bis zum Vorsitzenden, dazu. 

Warum erwähne ich das? 

Das gehörte bereits zur Thematik der Nachhaltigkeit in meinem Leben dazu. Welche Weichen stelle ich zum Wohle der Kinder, wenn auch zunächst erst mal der Eigenen.

1996 bauten wir ein Haus. Zu der Zeit ein Zukunftsprojekt. 

Dicke Ziegelmauern, kontrollierte Wohnraumbelüftung, Warmwasserkollektoren, später Photovoltaik auf dem Dach, unter dem Dach Schafwolle zur Isolierung, Öko Gasheizung, später Luft Wärmetauscher Heizung, Speicherbatterie im Keller und ein VW Bus mit Pflanzenölmotor von Elsbet in der Garage.

Das politische Ehrenamt rief und ich folgte brav. 2001 zog ich in den Stadtrat Marktoberdorf als Nachrücker ein. Dem folgten zwei weiter Perioden, insgesamt 13 Jahre mit Stadtrat, Umweltbeauftragter und Jugendbeauftragter.

Inzwischen hat sich die Zahl meiner Ehrenämter gewaltig reduziert und ich bin froh, bei guter Gesundheit, die tägliche Praxis bewältigen zu können. Diese wird weiter bestehen, da das Jüngste der drei Kinder im Jahre 2017, ebenfalls Heilpraktikerin geworden ist, obwohl sie, im Gegensatz zu mir, hätte Medizin studieren können.

In meiner beruflichen Tätigkeit bin ich ein klassischer Regulationsmediziner. Stark geprägt von der Denkweise von Dr. Dr. Hans Heinrich Reckeweg, Paul Gerhard Seeger, Prof. Günter Enderlein, Frau Dr. Johanna Budwig, Sebastian Kneipp und ein glühender Verfechter der Milieumedizin, vom Säure- Basenhaushalt bis zum Mikrobiom.


Resümee einer Entwicklung

Wer ein wenig Einblick hat in diese Bereiche der Medizin, der wird verstehen, warum es mir so schwerfällt, die derzeitige Situation einfach so hinzunehmen und zu akzeptieren. Wer bisher keinen Einblick in diese Medizin Denkweise hat, kann sie durch diese Artikelserie bekommen. Also folgen sie mir im weiteren Verlauf meines Schreibens.

Die Denkweise der oben aufgeführten Mediziner und vieler anderer mehr, liefert für unsere momentane Situation die schlüssigen Erklärungen und sie waren, unter der Betrachtungsweise dieser großen Persönlichkeiten der Medizin, vorhersehbar. Die einzige Problematik in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass wir diesen Menschen mit ihren Ansichten und Theorien keine Wertschätzung entgegenbringen, da sie in Teilbereichen ihrer Aussagen und Forschungen widerlegt wurden und/oder nicht in den Mainstream der gerade vorherrschenden Medizinmeinung passten und scheinbar leider immer noch nicht passen.

Nichts desto trotz bin ich nachhaltig geprägt von diesen Menschen und ihrer Lehrmeinung und verfahre damit täglich in meiner Praxis. 

Mit gutem Erfolg wohlbemerkt.

In Kapitel 1 der folgenden Artikelserie werden wir dann wieder den Blick nach vorn richten. Diesen können sie bald auf unserer Homepage lesen. Senden sie uns einfach ihre E-Mailadresse, dann informieren wir sie gern über das Erscheinungsdatum.

Gerhard Küster, HP

Eberle-Kögl-Str. 14

87616 Marktoberdorf

www.naturheilpraxis-kuester.de